Als größeres Projekt arbeite ich derzeit an einen Kommentar zum Mariaevangelium, der in der Reihe "Kommentare zur apokryphen Literatur" vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, herausgegeben von Tobias Nicklas, Chistopher Tuckett und Jos Verheyden, erscheinen soll. Die DFG hat die Förderung dieses Projektes als "eigene Stelle" bewilligt, im SoSe 2013 war ich deshalb aus der Stelle in Koblenz beurlaubt und in Regensburg angebunden. Mit dem Stellenantritt in Landau werde ich das Projekt dort weiterführen.

In weiterer Ferne liegt eine Untersuchung zur Osterüberlieferung in den Evangelien, die die (mündliche) Entwicklung der Traditionen erhellen und so den vielfältigen Befund in den ältesten schriftlichen Evangelien erklären soll. Die Einbeziehung von nichtkanonischen Schriften ermöglicht dabei einen neuen Blick auf die bekannten Texte und bietet eine breite Materialbasis für den formkritischen Ansatz.

Das "Kompendium der frühchristlichen Wundererzählungen (Wunder Jesu und der Apostel)" schließt an das "Kompendium der Gleichnisse Jesu" an und wird wie dieses von Ruben Zimmermann als Hauptherausgeber und einem Herausgabeteam in Zusammenarbeit mit dem Gütersloher Verlagshaus erstellt. Band I (die Wunder Jesu) ist Anfang 2013 erschienen. In diesem Band bin ich Mitherausgeberin und für den Bereich apokryphe Evangelien zuständig.

Meine Habilitationsschrift "Charakterisierung im Dialog. Maria Magdalena, Petrus, Thomas und die Mutter Jesu im Johannesevangelium im Kontext anderer frühchristlicher Darstellungen" wurde im SoSe 2006 vom Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Marburg angenommen und ist 2007 bei Vandenhoeck & Ruprecht (NTOA/StUNT 64) erschienen.

Die ESWTR (European Society of Women in Theological Research) dient dem Austausch und der Vernetzung von Frauen in theologischer Forschung, z.B. durch nationale und internationale Tagungen, aber auch durch Arbeitsgruppen.
Die Neutestamentlerinnen treffen sich seit mehr als 10 Jahren regelmäßig zu gemeinsamer Arbeit zu Themen und Methoden ntl. Forschung.
Ich war in der Sektion BRD der ESWTR 1997-2002 im Vorstand zuständig für die Verwaltung der Finanzen und 2001-2004 verantwortlich für die Herausgabe des Rundbrief. Im internationalen Vorstand der ESWTR habe ich 2001-2005 als Vizesekretärin mitgearbeitet, unter anderem bei Aufbau und Betreuung der website www.eswtr.org.

Der Berliner Arbeitskreis für koptisch-gnostische Schriften hat eine Gesamtübersetzung aller Schriften aus dem Fund von Nag Hammadi erarbeitet: Nag Hammadi Deutsch. Band 1: NHC I,1-V,1; Band 2: NHC V,2-XIII,1, BG 1 und 4. Eingeleitet und übersetzt von Mitgliedern des Berliner Arbeitskreises für Koptisch-Gnostische Schriften, hrsg. von Hans-Martin Schenke / Hans-Gebhard Bethge / Ursula Ulrike Kaiser, GCS NF 8 und 12 (Koptisch-Gnostische Schriften II und III), Berlin / New York 2001 / 2003. Eine Studienausgabe erschien 2007, inzwischen in 3. Auflage - eine Überarbeitung ist in Planung. Ich bin in diesem Projekt für die Übersetzung des Mariaevangeliums und von Eugnostos und der Weisheit Jesu Christi zuständig.
Ich bin dabei eine regionale Vernetzung von an koptischen Texten interessierten WissenschaftlerInnen aufzubauen, "Koptisch am Rhein". Ein erstes Treffen fand im Februar 2015 in St. Georgen, Frankfurt zum Thema "Johannes und Gnosis" statt.

Ich habe im Übersetzungsprojekt "Bibel in gerechter Sprache" mitgearbeitet und zusammen mit Silke Petersen Johannesevangelium und -briefe übersetzt.
Das Projekt versucht eine Übersetzung der Bibel, die Diskriminierungen vermeidet und den Anliegen von Frauen und feministischer Theologie (Sichtbarmachung von Frauen, keine einseitig männliche Festlegung im Gottesbild) sowie des christlich-jüdischen Dialogs gerecht wird.
Die "Bibel in gerechter Sprache" erschien im Oktober 2006.

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